Michael Stadnik Film & Medienproduktion

Ihre Filmproduktion aus Darmstadt

»The Long February« – Cinema Documentary

English Description, jump to the German description/Sprung zur deutschen Beschreibung
The Long February, doc, 80 mins, DCP, 5.1., DE/UA

PREMIERE on the international Day of human rights.
The event will be held simoultaniously in Frankfurt (Germany) and Bucha (Ukraine).
Location: Deutsches Filminstitut und Filmmusem Frankfurt, TICKETS
Adress: Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
Date: 10.12.2025, Begin: 18:00h – 20.30h, Entry: 17:30h
Ukrainian start: 19:00h – 21:30h (local time), location will be published later

Film poster - Long February
Film Poster

Logline: February 2022, a month that seems to have no end. The Long February follows residents of Bucha as they recount their lives under Russian occupation. We learn how they cope with their trauma today, each in their own way. Their collective testimonies create a symphony of diverse perspectives. One such story is about the choir of St. Andriy, who lost one of its voices to cold-blooded murder by Russian soldiers. The music of the choir acts as a leitmotif throughout the film. The film tells the story of the occupation with interviews, as well as videos made by locals and recordings of surveillance cameras. It features unseen footage from the occupation.

Synopsis:
Starting with the experiences of a Ukrainian police officer who stayed behind during the occupation, the film recounts how the invasion of the town on the city border of Kyiv took place. It dives into what happened around the Street, where a Russian column was completely destroyed, and what occurred near the local church. The film tells the story of the occupation with interviews, videos made by locals and recordings by surveillance cameras.

The protagonists offer insights into their fears under occupation, the starvation, and the daily fight for basic needs, such as trying to obtain fresh water—all while being shot at by Russian soldiers.

Russian units entering the captured town of Bucha

The film also tells the story of the Saint-Andriy’s Church choir. In front of the church, the local government had to dig a mass grave due to the number of civilians shot by Russian soldiers during the occupation. A member of the choir, Andriy S., was murdered in cold blood, along with several of his relatives. Their bodies were piled up and burned, presumably in an attempt to destroy the evidence of the crime. I was able to identify a survivor from this family, who shares how she copes with the trauma of losing her close relatives, like Andriy S., as well as her husband.

Defenders of Bucha, being honoured

All of these stories intertwine in the end and show how the inhabitants of Bucha are individually dealing with the trauma—some with tears, others with sarcasm.

This film aims to tell the stories of the murdered, whom the Western public only knows as anonymous reports in headlines. The murdered are given back their identity and dignity. The film serves as a reminder of what is still happening in occupied Ukraine and why the country must free its people and territory. It is a testament to the unbreakable will of the Ukrainian people.

Choir of St. Andriy’s Church, contributed to the soundtrack

Choir singing

For this documentary, the choir sang in remembrance of the victims (pictured on the right). Several songs were contributed to the soundtrack. During the final shoot, a beam of light appeared in the gap between the singers—an unplanned moment that gave the scene a sense of divine intervention.

Protagonist zeigt Spuren russischen Beschusses auf sein Wohnhaus

Director’s comment:
This project was particularly important to me, and the production felt especially close to my heart. My own relatives had to flee from Irpin, the neighboring town of Bucha, and were in immediate danger. Personal contacts played a role in the production, as I was able to bring in protagonists who hadn’t spoken to (Western) media before, such as the very brave police officer Vadym.

The post-production was funded by Hessen Film & Medien, the Film fund of the federal German State of Hessen.
The film is currently seeking for an international distributor. Distributors can request a screener link by mail: info[at]michael-stadnik[dot]de

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German Description

PREMIERE am internationalen Tag der Menschenrechte.
Die Veranstaltung wird simultan in Frankfurt and Butscha stattfinden.
Ort: Deutsches Filminstitut und Filmmusem Frankfurt, TICKETS
Adresse: Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
Datum: 10.12.2025,
Beginn: 18:00h – 20.30h, Einlass: 17:30 uhr
Ukrainische Startzeit: 19:00h – 21:30h (Ortszeit), Veranstaltungsort wird später bekannt gegeben.

Deutsches Poster

Der lange Februar, Doku, 80 Min., DCP, 5.1., DE/UA

Logline: Februar 2022, ein Monat, der kein Ende zu nehmen scheint. Der lange Februar begleitet die Bewohner von Butscha, die von ihrem Leben unter russischer Besatzung berichten. Wir erfahren, wie sie heute auf ihre jeweils eigene Weise mit ihrem Trauma umgehen. Ihre gemeinsamen Aussagen ergeben eine Symphonie unterschiedlicher Perspektiven. Eine dieser Geschichten handelt vom Chor der St.-, der ein Mitglied durch den kaltblütigen Mord russischer Soldaten verloren hat. Die Musik des Chors zieht sich wie ein roter Faden durch den Film.

Der Film erzählt die Geschichte der Besetzung anhand von Interviews, Videos von Einheimischen und Aufnahmen von Überwachungskameras. Er enthält bisher unveröffentlichtes Filmmaterial aus der Zeit der Besetzung.

Russische Einheiten bei der Einfahrt ins eroberte Butscha

Zusammenfassung: Ausgehend von den Erfahrungen eines ukrainischen Polizisten, der während der Besetzung zurückgeblieben war, erzählt der Film, wie die Invasion der Stadt an der Grenze zu Kyjiw stattfand. Er befasst sich eingehend mit den Ereignissen rund um die bekannte Straße, wo eine russische Kolonne vollständig zerstört wurde, und mit den Geschehnissen in der Nähe der örtlichen Kirche.

Verteidiger Butschas bei einer Ehrung

Die Protagonisten geben Einblicke in ihre Ängste unter der Besatzung, den Hunger und den täglichen Kampf um Grundbedürfnisse wie die Beschaffung von frischem Wasser – und das alles, während sie von russischen Soldaten beschossen werden.

Protagonist zeigt Spuren russischen Beschusses auf sein Wohnhaus

Der Film erzählt auch die Geschichte des Chors der Saint-Andriy-Kirche. Vor der Kirche musste die lokale Regierung aufgrund der Zahl der Zivilisten, die während der Besatzung von russischen Soldaten erschossen wurden, ein Massengrab ausheben. Ein Mitglied des Chores, Andriy S., wurde zusammen mit mehreren seiner Verwandten kaltblütig ermordet. Ihre Leichen wurden aufgestapelt und verbrannt, vermutlich um die Beweise für das Verbrechen zu vernichten. Ich konnte eine Überlebende aus dieser Familie ausfindig machen, die erzählt, wie sie mit dem Trauma des Verlusts ihrer nahen Verwandten, und ihres Ehemanns, umgeht.

Chor der Sankt-Andreas-Kirche sang Lieder für den Soundtrack ein

Chor in St. Andrij-Kirche, während des Drehs erschien ein Lichtsstrahl zwischen den Singenden. Ein ungeplanter Moment.

Für diesen Dokumentarfilm sang der Chor zum Gedenken an die Opfer (Bild rechts). Mehrere Lieder wurden zum Soundtrack beigesteuert. Während der letzten Aufnahmen erschien ein Lichtstrahl in der Lücke zwischen den Sängern – ein ungeplanter Moment, der der Szene etwas Göttliches verlieh.

Regie-Kommentar:

Dieses Projekt war für mich besonders wichtig, und die Produktion lag mir sehr am Herzen. Meine eigenen Verwandten mussten aus Irpin, der Nachbarstadt von Bucha, fliehen und befanden sich in unmittelbarer Gefahr. Persönliche Kontakte spielten bei der Produktion eine Rolle, da ich Protagonisten einbeziehen konnte, die zuvor noch nie mit (westlichen) Medien gesprochen hatten, wie beispielsweise den sehr mutigen Polizisten Vadym.

Die Postproduktion wurde von Hessen Film & Medien, dem Filmfonds des Bundeslandes Hessen, finanziert.

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Der Film sucht derzeit einen internationalen Verleiher. Verleiher können einen Screener-Link per E-Mail anfordern: info[at]michael-stadnik[dot]de

Hintergrund des Projektes:

Wie kam es dazu, dass ich dieses Projekt anging?

Prelude

Als Filmemacher mit ukrainischen Wurzeln, liegt mir die Ukraine je her am Herzen. Seitdem Russland 2014 angriff, bangte ich um das Land.

Bereits 2021 zog der russische Angriffskrieg drohend auf, weswegen ich bereits damals Projekte plante, um Geschichten aus dem Land zu erzählen, das Europa vergessen hatte. Besser gesagt, das Land, das man vergessen wollte, weil wirtschaftliche Interessen wichtiger erschienen.

Anfang Feburar 2022 war klar, dass es einen Krieg geben würde. Ich telefonierte mit meinen Verwandten in Irpin und versuchte meine Reise zu organisieren. Doch plötzlich wurden alle Flüge eingestellt. Wegen der Einschränkung von Reisemöglichkeiten schaffte ich es nicht mehr bis zur Totalinvasion. Letztlich „rettete“ mich auch die Bürokratie davor in ein Land zu reisen, das von allen Seiten angegriffen werden würde, da ich kein Pressevisum erhalten konnte.

Der 24.02.2022

Vor der totalen Invasion lag ich bereits bis spät in die Nacht wach, um die aktuelle Entwicklungen zu verfolgen…in jener Nacht des 24.02.2022 schlief ich nicht. Dann gab es die ersten Berichte über Bombardierungen von Städten und vom Grenzübertritt der russischen Armee. Geschockt und tränenüberströmt schickte ich Nachrichten an Verwandte in der Ukraine.
In den kommenden Monaten engagierte ich mich als Volunteer und fuhr humanitäre Spenden zur ukrainischen Grenze. Laß täglich alle Nachrichten und twitterte, in der Hoffnung das Interesse auf dem Angriffskrieg zu halten.
In der Nacht des 24.02.22 dachte ich noch, die Ukraine würde wieder allein gelassen werden, so wie 2014. Das kam zu Glück anders.

»Der lange Februar – Das Klagelied von Butscha«

Das Jahr 2022 erscheint im Rückblick nun wie „verflogen“, die Zeit verging rasant und doch erscheint es mir noch, als wäre jener Februar nie zu Ende gegangen. Daher stammt auch die Inspiration für den Titel Der lange Februar.

Butscha, kurz nach der Befreiung April 2022

2023 reiste ich in die Ukraine und drehte fast 4 Wochen lang in den ehemals besetzten Gebieten bei Kyjiw:

Das Gesamtprojekt befasst sich mit den Erlebnissen und Geschichten von Menschen, die die russische Besatzung in Butscha, Irpin, Borodianka und Makariv (westlich von Kyjiw) erlebten. Der Butscha-Film erscheint als Kino-Dokumentarfilm, die Geschichten der anderen Orte sollen im Web veröffentlicht werden.

Ich interviewte über 20 Menschen: darunter Vadym S., den „letzten Polizisten“ von Butscha, der auch noch während der Besatzung verdeckt arbeitete. Sprach mit Yuliia, der Besitzerin eines niedlichen Cafés, das völlig zerstört wurde. Lief mit Vitaliy, einem Verteidiger Irpins, durch die Ruinen der Stadt. Von Andriy T. erfuhr ich, wie sein Bruder kaltblütig ermordet wurde; von Svitlana, wie sie die Bombardierung des Nachbarhauses beobachtete und von Ljudmyla aus Kyjiw, wie sie von russischen Soldaten angeschossen wurde und eine Odysee durch Belarus bis Deutschland erlebte…

„Ich kann erst seit kurzem weinen“

Der Schock der Okkupation löst sich bei manchen erst langsam auf, lange nach der Befreiung. Manche können bereits offen über die Geschehnisse reden und wollen auch, dass die gesamte Welt davon erfährt. Anderen verschlägt es noch die Sprache.
Manche wollen gar nicht über die Geschehnisse reden, entweder weil sie relatives Glück im Unglück hatten, weil niemand in der Familie getötet wurde und „nur“ das Haus beschädigt wurde, oder weil das Trauma noch sehr tief sitzt.

Großes wie „kleines“ Leid, Schamgefühl, Schock, Mut, Trauer: alles liegt nebeneinander in Butscha, Irpin und Borodianka …und vielen anderen von Russland besetzten Orten.

Kurzer Einblick, in die Geschichten, die ich erzähle:


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zerstörte Häuser in irpin
Zerstörte Häuser in Irpin, 2023. Foto © Michael Stadnik

Kurz-Reportage über humanitäre Hilfe. 2022 produziert:

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Thema von Anders Norén